Ratschläge für die Hautpflege bei Akne

Für die Hautpflege bei Akne-Patienten empfiehlt sich Folgendes:

– Zur Hautreinigung sollte morgens und abends ein gut verträgliches Waschgel angewendet werden.

– Als therapiebegleitende Pflege vor allem bei schwerer Akne ist eine Hyper-Feuchtigkeits-Repair-Creme vorteilhaft. Die durch Retinoide stark ausgetrocknete Haut wird so wieder weich und geschmeidig.

– Ebenfalls therapiebegleitend angewendet, unterstützt die neue antibakterielle Hautpflegecreme mit Myrten-Extrakt die Wirkung von Akne-Präparaten, die auf die Haut aufgetragen werden.

HautinForm 03/2016

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Anzeichen einer Lebensmittelallergie

– Mund-Rachen-Raum: Juckreiz, Schwellungen von Lippen, Zunge oder Gaumen

– Haut: flüchtige Hautrötung („flush“), Urtikaria (Nesselsucht), Juckreiz, Schwellungen (Angioödeme), Ekzeme

– Augen: Juckreiz, Rötungen, Tränenfluss, Schwellungen

– Atemwege: verstopfte Nase, Fließschnupfen, Heiserkeit, Husten, Engegefühl, pfeifende Atemgeräusche, Atemnot

– Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, kolikartige Bauchschmerzen, Durchfall

– Kreislauf: Blutdruckabfall, Benommenheit, Schwindel, Herzrasen, Schock

HautinForm 03/2016

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Tipps und Hinweise für Schuppenflechte-Betroffene

Einen Hautarzt in der Nähe finden:
Alles beginnt mit dem Besuch eines Hautarztes! Manche Dermatologen sind auf chronisch-entzündliche Hauterkrankungen wie Schuppenflechte spezialisiert und betreuen jährlich viele Hunderte Betroffene.

Sich vorab „schlau machen“:
Informieren Sie sich vor Ihrem Hautarzttermin über Ihre Erkrankung und zur Verfügung stehende Therapieoptionen. So können Sie die Sprechstunde effektiv nutzen, um offene Fragen zu klären und Ihre individuelle Therapie abzustimmen. Die aktuelle Patientenleitlinie zur Behandlung der Psoriasis der Haut informiert über Erkrankungsformen der Schuppenflechte und moderne Therapien. Die Patientenleitlinie fasst allgemeinverständlich die wichtigsten Informationen der S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris zusammen, die Hautärzten eine Entscheidungshilfe für die Auswahl einer geeigneten Therapie bietet.

Tagebuch führen:
Dokumentieren Sie Ihre Symptome und Ihr Wohlbefinden in einem Tagebuch. Beobachten Sie auch, ob bestimmte Faktoren (Trigger) bei Ihnen Krankheitsschübe auslösen. Notieren Sie sich Fragen und Anliegen, damit Sie im Gespräch mit dem Hautarzt nichts vergessen.

Den Hautarzt umfassend informieren:
Berichten Sie über Ihre körperlichen Symptome, mögliche Auslöser und alle Medikamente, die Sie gerade einnehmen. Wichtig ist auch, dass Sie den Hautarzt offen über Ihr seelisches Befinden informieren und ihn über schwerwiegende Einschränkungen im Alltag informieren – zum Beispiel wenn die Erkrankung Sie in Ihrem beruflichen Fortkommen behindert.

Nach modernen Therapien fragen:
In den letzten Jahren sind für mittelschwere FORMEN DER Schuppenflechte moderne und Nebenwirkungsarme Therapien zugelassen worden, die innerlich wirken. Fragen Sie Ihren Hautarzt, ob eine solche Behandlung für Sie geeignet sein könnte und nach den medizinischen Grundsätzen möglich ist. Vertrauen Sie jedoch auch auf die Entscheidung Ihres Arztes, denn nicht für jeden Patienten eignet sich eine moderne, innere Therapie.

Therapieziel festlegen:
Schlägt Ihnen Ihr Hautarzt eine Behandlung vor, wird er mit Ihnen zusammen auch ein Therapieziel festlegen. Achten Sie darauf, dass der Arzt Ihre Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt. Ist Ihnen ein schnellerer Therapieerfolg wichtig, für den Sie unter Umständen Nebenwirkungen in Kauf nehmen? Oder haben Sie mehr Geduld, erwarten dafür aber eine bessere Verträglichkeit?

Nachfragen, Bedenken mitteilen:
Haben Sie keine Scheu nachzufragen, wenn Ihnen etwas unklar ist. Besonders wichtig ist, dass Sie die Vorgaben Ihrer Therapie verstehen. Teilen Sie Ihrem Hautarzt auch vorhandene Bedenken mit. Denn ein Therapieerfolg kann sich nur dann einstellen,wenn Sie von Ihrer Behandlung überzeugt sind und sie konsequent einhalten.

Rat holen:
Ihr Hautarzt kann Sie beraten, wie Sie Ihre persönliche Lebensweise anpassen können, um den Verlauf der Schuppenflechte positiv zu beeinflussen.

HautinForm 03/2016

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Aktiv für gesunde Venen

– Für gesunde Beinvenen gilt: In Bewegung bleiben! Lassen Sie wenn möglich das Autostehen und gehen zu Fuß oder nehmen das Fahrrad. Benutzen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl.

– Optimal sind Ausdauersportarten wie Wandern, Walken, Fahrradfahren, Schwimmen, Ski-Langlauf oder Tanzen.

– Vor allem wenn Sie beruflich viel sitzen oder stehen, tut zwischendurch etwas Venengymnastik gut: Lassen Sie die Füße in den Sprunggelenken kreisen. Abwechselnd auf die Zehen und die Fersen wippen. Die Zehen hochziehen oder krallen und wieder strecken. Nutzen Sie außerdem die Mittagspause für einen zügigen Spaziergang.

– Legen Sie öfter mal die Füße hoch.

– Duschen Sie die Beine täglich mit kaltem Wasser von den Füßen beginnend bis zu den Oberschenkeln.

– Hitze und zu viel Sonne vermeiden

– Das Reduzieren von Übergewicht entlastet auch die Venen. Deshalb auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung achten. Außerdem: Viel Wasser trinken!

HautinForm 3/2016

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Lässt Stress späte Pickel sprießen?

Wenn Frauen im Alter über 25 (noch) an Akne leiden, hängt das möglicherweise auch mit ihrer Lebensführung zusammen. Die Risikofaktoren scheinen sich aber von denen einer Pubertätsakne zu unterscheiden. Von 20,5 auf 26,5 Jahre ist das Durchschittsalter von Aknepatienten in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Warum vor allem Frauen immer häufiger am Alter über 25 Jahren noch oder erstmals von Akne betroffen sind, ist bislang ungeklärt. In einer Fall-Kontroll-Studie wurden jetzt außer einer entsprechenden Vorbelastung auch Lebensstilfaktoren als mögliche Verursacher ausfindig gemacht. Kinderlose Frauen mit stressigen Bürojobs und Defiziten bei der Ernährung könnten demnach besonders gefährdet sein.

ästhetische dermatologie 05/2016

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Wer häufig Weißwein trinkt, hat erhöhtes Hautkrebsrisiko

Mit jedem täglich getrunkenen Glas Alkohol kletterte das Risiko, einen invasiven weißen Hautkrebs zu entwickeln, um weitere 22%. Dabei war die Gefahr für die Frauen bei gleichen Vorlieben höher als für Männer. Während sich bei diesen erst ab 20g Alkohol pro Tag eine signifikante Risikoerhöhung zeigte (33%), war sie in ähnlicher Höhe bei den Frauen (+35%) bereits mit täglichen 5,0 bis 9,9 g Alkohol erkennbar.
Wer fünf oder mehr Gläser Weisswein pro Woche trank, hatte ein um 31% höheres Risiko für ein invasives kutanes Plattenepithelkarzinom als ein Nichttrinker. Die Autoren schätzen, dass der Alkohol für 2-3% der kutanen Plattenepithelkarzinome verantwortlich ist, wenn täglich mindestens 20g konsumiert werden.

ästhetische dermatologie 05/2016

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Verzicht auf Tierversuche

Die EU will Kosmetika fördern, die ohne Tierversuche auskommen. Auch in Drittstaaten durchgeführte Tierversuche dürfen daher nicht verwendet werden, um bei der EU-Zulassung die Sicherheit der Mittel nachzuweisen, urteilte am Mittwoch der Europäische Gerichtshof. Laut einer EU-Verordnung aus 2009 dürfen Hersteller von Kosmetika die Sicherheit ihrer Mittel nicht mehr durch Tierversuche nachweisen. Teilweise schreiben aber andere Länder, etwa Japan und China, Tierversuche für den Sicherheitsnachweis vor.

ästhetische dermatologie 05/2016

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Psoriasis und Schwangerschaft

Psoriasis beeinträchtigt weder die Fruchtbarkeit der Frau noch die des Mannes. Einer Schwangerschaft steht bei Schuppenflechte nichts entgegen, sofern einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, systemisch wirkende Medikamente gegen Psoriasis schon beim Schwangerschaftswunsch abzusetzen, da bestimmte Wirkstoffe eine fruchtschädigende Wirkung haben. So sollten Männer und Frauen gleichermaßen auf Methotrexat wenigstens zwölf Wochen vor einer Empfängnis verzichten, da dieses Medikament die Fehlbildungsrate und die Zahl der Fehlgeburten erhöht. Das Gleiche gilt für Frauen für alle Retoinoide – unabhängig davon, ob sie eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden. Bei anderen Medikamenten sollten die behandelnden Ärzte für die Einnahme in der Schwangerschaft einen Risiko-Nutzen-Abgleich vornehmen. Sinnvoller und sicherer ist es jedoch, auf die systemische Psoriasis-Medikation für die Zeit der Schwangerschaft vollständig zu verzichten.

Auch in der Stillzeit sollten alle systemisch wirkenden Medikamente für Psoriasis weggelassen werden, da viele von ihnen z.T. in die Muttermilch übergehen. Falls das aus gesundheitlichen Gründen der Mutter nicht möglich ist, sollte diese auf das Stillen verzichten.

Die topische Basispflege ist in der Schwangerschaft bei Psoriasis die erste Wahl. Vor allem rückfettende Salben du Cremes ohne medikamentöse Zusätze spielen hierbei eine Rolle. Der eingeschränkte Gebrauch von niedrig bis mäßig dosierten Glukokortikosteroiden ist durchaus möglich, doch müssen Schwangere diese Medikation  zuvor mit ihrem Arzt absprechen. Genauso ist eine Phototherapie mit UVB-Strahlen möglich, auf UVA-Strahlen und vor allem Psoralen sollte jedoch verzichtet werden.

In jedem Fall sollten Frauen mit Psoriasis auch die Geburtshelfer und ihren Frauenarzt über ihre Krankheit informieren. Bei der Geburt treten zwar als Folge der Psoriasis i.d.R. keine besonderen Vorkommnisse auf, aber Frauen mit schwerer Schuppenflechte tragen Untersuchungen zufolge ein erhöhtes Risiko, dass ihr Kind mit einem geringerem, als üblichen Gewicht geboren wird. Bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis ist diese Gefahr i.d.R. nicht gegeben. Allerdings berichten viele Frauen über einen Psoriasis-Schub kurz nach der Geburt. Ist Letzteres der Fall, sollten die Betroffenen zusammen mit dem behandelnden Arzt abwägen, was sinnvoller ist: die Aufnahme einer systemischen Therapie und der Verzicht aufs Stillendes Kindes oder das Stillen des Kindes und die Weiterbehandlung der Psoriasis mit der topischen Basistherapie und der Verzicht auf weitere Medikamente.

Allergikus 1/2016

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Wie man Haarausfall behandelt

Vermehrter Haarverlust nach einer Kopfwäsche oder saisonbedingt im Frühherbst ist nicht ungewöhnlich. Fallen jedoch plötzlich ohne erkennbaren Grund über längere Zeit viele Haare aus, bilden sich Geheimratsecken oder schimmert die Kopfhaut durch, ist ein krankhafter Haarausfall wahrscheinlich.

Haarwachstum und Haarausfall gehören untrennbar zusammen. Haarwachstum verläuft in drei  unterschiedlich langen Zyklen. Weil sich die Haare unabhängig voneinander in verschiedenen Phasen befinden, fällt der natürliche Haarwechsel nicht auf. Plötzlich einsetzender Haarausfall über den ganzen Kopf verteilt, bezeichnet man als diffusen Haarausfall. Er ist die Folge von Störungen im Ablauf des Haarzyklus. Für die Diagnose untersucht der Arzt das Haarwurzelmuster und bestimmt die Blutwerte für Hämoglobin, Ferritin (Speichereisen), TSH (Schilddrüsenhormon) und die Blutsenkungsgeschwindigkeit.

Häufige Ursachen für diffusen Haarausfall sind bestehende oder durchgemachte Krankheiten wie Infektionen, Schilddrüsenerkrankungen, Krebs, Eisenmangel oder Vergiftungen. Ebenso kommen hormonelle Umstellungen, etwa eine Geburt oder die Menopause, sowie psychische Faktoren wie Stress oder Traumata infrage.

Eine Reihe von Arzneimitteln kann Haarausfall provozieren. Eher selten sind Mangelzustände von Vitaminen oder Spurenelementen die Ursache. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist deshalb nur sinnvoll, wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt.

Die androgenetische Alopezie (AGA), der anlagebedingte Haarausfall, zeigt sich bei Männern als Geheimratsecken, Tonsor oder Glatze, bei Frauen als Lichtung in der Scheitelregion. Ursache: Die Haarwurzel reagiert überempfindlich gegenüber dem männlichen Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Es verkürzt die Wachstumsphase und schädigt die Haarwurzeln. Ab 40 Jahren betrifft die AGA jeden zweiten Mann. Bei Frauen setzt der Haarverlust meist in der Menopause ein.

Zur Behandlung gibt es zahlreiche Tinkturen und Nahrungsergänzungsmittel mit unterschiedlichen Wirkstoffen. Nur folgende Arzneimittel helfen: Finasterid-Tabletten reduzieren die Bildung von DHT. Das verschreibungspflichtige Präparat ist nur für Männer zugelassen. Die Behandlung sollte möglichst frühzeitig beginnen. Wird das Medikament abgesetzt, klingt die Wirkung ab: Nach etwa einem Jahr ist der Ausgangsstatus wieder erreicht.

Bei Frauen lässt sich ein erhöhter Spiegel an männlichen Hormonen mit speziellen „Pillenpräparaten“ behandeln. Die Therapie führen am besten nur Gynäkologen und Dermatologen mit ausreichender Erfahrung durch.

Die äußerliche Anwendung von Minoxidil ist bei Männern und Frauen bei regelmäßiger Anwendung meist erfolgreich, solange die Haarwurzel noch nicht zu stark geschädigt ist. Die Präparate werden gut vertragen, gelegentlich reizen sie jedoch die Haut. Allergien sind ebenfalls möglich. Ein zu Beginn der Behandlung verstärkter Haarausfall ist normal. Nach absetzen der Therapie lässt die Wirkung wieder nach.

Die regelmäßige Anwendung einer Tinktur mit Alfatradiol soll bei Frauen und Männern das Haarwachstum wieder fördern. Der Wirkstoff, ein Hormon, wurde chemisch so verändert, dass keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Neue Apothekenillustrierte 08/2016

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Krebsrisiko und das „Rote-Haare-Gen“

Schon länger ist bekannt, dass Rothaarige, die in der Regel gleichzeitig auch sehr hellhäutig sind, ein erhöhtes Risiko haben, an Hautkrebs zu erkranken. Wissenschaftler haben nun erstmals das Ausmaß dieses Risikos ermittelt.

Das Gen MC1R ist indirekt für die Produktion des Pigments Melanin verantwortlich. Es gibt zwei Melanine: Eumelanin, das für braune und schwarze Haare verantwortlich ist und vor UV-Strahlung schützt sowie Phäomelanin, dass in rotem Haar dominiert und keine schützende Wirkung hat. Eine übermäßige Phäomelanin-Produktion wird durch eine Mutation im MC1R-Gen verursacht, Rothaarige haben zwei Kopien dieser Variante.

Britische Genetiker haben die DNA-Sequenzen von über 400 Hautkrebspatienten untersucht. Bei Menschen mit der „Rote-Haare-Variante“ des MC1R-Gens waren sonnenverursachte Mutationen  ihres Hautkrebses um 42% erhöht. Dieses Ausmaß entspricht der Menge von 21 Jahren zusätzlicher Sonneneinstrahlung im Vergleich zu Menschen ohne diese Genvariante.

Bei der Auswertung stellte sich heraus, das nicht nur Rothaarige dieses Risiko in sich tragen. Auch Dunkelhaarige, die nur eine Kopie der Variante in sich tragen, hatten eine viel höhere Rate an Tumormutationen als die Normalbevölkerung. Diese Erkenntnisse sollen in Zukunft dazu beitragen, Menschen mit hohem Hautkrebsrisiko frühzeitig zu identifizieren.

HautinForm 3/2016

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