Kiwi-Allergie nach Stammzellenspende

Dass nach einer Stammzellentransplantation, zum Beispiel bei Leukämie, bei Empfängern eine Allergie auftritt, die zuvor nur beim Spender bekannt war, wurde schon mehrfach beschrieben. Allergologen aus München haben nun den Beweis erbracht, dass dieser „Allergietransfer“ tatsächlich stattfindet.
Hierzu untersuchten sie den Fall eines 46-jährigen Mannes, der aufgrund einer akuten lymphatischen Leukämie vor 20 Jahren eine Stammzellenspende von seiner kiwiallergischen Schwester erhalten hatte. Drei Wochen später hatte er erstmals allergische Symptome nach dem Verzehr einer Kiwi bemerkt. Die Forscher wiesen zunächst bei beiden Geschwistern nach, dass sie tatsächlich gegen Kiwi sensibilisiert waren. Anschließend untersuchten sie mit molekularbiologischen Methoden die für die allergische Reaktion verantwortlichen Immunzellen von Spenderin und Empfänger. Bei beiden war der Test zweimal für das X-Chromosom positiv und nicht für das Y-Chromosom – die Immunzellen des Mannes mussten daher von der Schwester stammen.

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Insektengiftallergien ernst nehmen

Ein Wespenstich ist schnell geschehen und in den meisten Fällen harmlos. Treten jedoch nach dem Stich körperliche Symptome wie Schwindel, Juckreiz, rote Flecken am ganzen Körper, Atemnot oder Bauchschmerzen auf, sollte an eine Insektengiftallergie gedacht werden. In diesem Fall ist es ratsam, dass eine Allergietestung auf Insektengift vorgenommen wird. Bestätigt sich die Allergie, dann sollte eine Hyposensibilisierungstherapie eingeleitet werden. Bei dieser werden aller 4 Wochen winzige Mengen des Insektengiftes im Zeitraum über 3 Jahre gespritzt. Dadurch gewöhnt sich der Körper an das Gift. Wichtig ist jedoch, dass betroffene Patienten IMMER ein Notfallset mit speziellen Medikamenten bei sich tragen!

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„Grasallergie“ mal anders

Nicht nur auf die bekannten Gräserpollen reagieren manche Menschen mit Augentränen und laufender Nase, sondern auch Cannabis kann allergische Reaktionen hervorrufen. Diese treten am häufigsten bei den Konsumenten selbst auf. Dabei sind diejenigen am meisten gefährdet, die bereits andere Allergien haben. Eine Luftverunreinigung durch Pollenbelastung bei Cannabisanbau ist hingegen wesentlich seltener.

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Spülmaschine als Allergie-Risiko?

Laut einer neuen Studie, veröffentlicht im Allergo Journal Ausgabe 3/2015, treten Allergien bei Kindern wesentlich seltener auf, wenn im Haushalt das Geschirr per Hand abgewaschen wird. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Das Allergierisiko sank noch weiter, wenn die Kinder zudem Produkte direkt vom Bauernhof erhielten.

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Pollenflug 2015

Nachdem im letzten Jahr die Birkenpollen besonders stark flogen, können Allergiker dieses Jahr mit einer deutlich niedrigeren Belastung rechnen. Denn nach dem letzten sogenannten „Mastjahr“ ist nun die Birkenpollenkonzentration geringer. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst  hat nun nach einem Bericht der Deutschen Ärztezeitung eine Prognose für den Pollenflug 2015 abgegeben. Bezüglich der Birkenpollen wird die  Flugzeit noch bis Ende Mai (im Süden) und Mitte Juni (Norden) erwartet. Mit Gräser- und Beifußpollen ist bis etwa 15. September (Süden) und 20. September (Norden) in mittleren Konzentrationen zu rechnen. Ambrosiapollen werden danach bis etwa 20. September unterwegs sein.

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Wohnung renovieren- lieber nicht in der Schwangerschaft!

Auch wenn man die Zeit der Schwangerschaft gerne nochmal nutzen möchte, um in Ruhe die Wohnung zu verschönern oder das Kinderzimmer vorzubereiten, sollten Renovierungsarbeiten während der Schwangerschaft lieber vermieden werden.  Allerdings hält sich nur ein Drittel der werdenden Eltern an diese Regel. Doch leider birgt das Umgestalten gesundheitliche Risiken für das Kind in sich. So konnte beispielsweise ein Leipziger Forscherteam nachweisen, dass beim Verlegen von neuen Fußböden Gifte ausströmen, die das spätere Allergierisiko vervielfachen. Dabei geht die Gefahr nicht nur vom verwendeten Bodenbelag wie PVC, Laminat oder Auslegeware aus, sondern auch von den verwendeten Klebstoffen.

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„Sensitiv“-Körperpflege: Nicht immer so reizarm wie versprochen

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor allergenen Stoffen, die auch in sogenannten „Sensitiv“-Körperpflegemitteln vorkommen. Zehn der 16 Körperpflegeprodukte, die die Verbraucherzentrale NRW in Apotheken, Parfümerieabteilung von Kaufhäusern, bei Discountern und in Drogeriemärkten ausfindig gemacht hat, enthalten den allergieauslösenden Konservierungsstoff Methyl-Isothiazolinon (MI). Dieser Haltbarmacher werde über Hygiene- und Kosmetikprodukte hinaus auch in Waschmitteln, Reinigern, Lacken und Farben benutzt – mit der Folge, dass er durch seine häufige Verwendung immer mehr Kontaktallergien verursache, heißt es. Personen, bei denen ein Körperpflegeprodukt unerwünschte Hautreaktionen zeigt, sollten die Ursache mit ihrem Arzt abklären.

Quelle: Hautvorteil

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