Hautkrebsvorsorge fängt im Kindesalter an

Sonnebrände im Kindesalter gehören zu den Hauptursachen von Hautkrebs. Doch obwohl Sonnenbrände leicht vermeidbar sind, steigt die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren an, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks warnt deshalb davor, den Sonnenschutz von Kindern zu vernachlässigen.

 

UV-Schutz für Kinder

„Hautkrebsvorsorge fängt im Kindesalter an. Eltern tragen dafür eine besondere Verantwortung. Gerade in der Urlaubszeit sollen sie penibel auf den Sonnenschutz ihrer Kinder achten. Dass die Haut am Ende eines Sommertags schmerzhaft rot ist, ist schnell passiert – und damit kann schon der erste Grundstein für späteren Hautkrebs gelegt sein“, sagt Hendricks. „Dabei ist UV-Schutz für Kinder ein absolutes Muss: Sie brauchen Sonnenschutz lange, bevor sie selbst darüber entscheiden können. Das BfS weist deswegen bereits seit Jahren auf die Gesundheitsrisiken von UV-Strahlung hin und vermittelt praktische Möglichkeiten des Sonnenschutzes“, so Wolfram König, BfS-Präsident.

 

Kinder vor Sonnenbrand im Winterurlaub schützen

Vor allem im Winterurlaub wird die Kraft der Sonne häufig unterschätzt. Dabei erhöht sich die UV-Strahlung vor allem in den Bergen nochmals. Eltern sollten also darauf achten, dass Ihre Kinder beim Skifahren oder spielen im Schnee stets vor der Sonne geschützt sind. Das Kind sollte nach Möglichkeit immer eine Sonnen- oder Skibrille mit ausreichendem UV-Schutz tragen. Am besten sind die Augen vor der Sonne geschützt, wenn die Brille auch seitlich am Kopf anliegt. Auf der Sonnenbrille sollte „UV 400“ oder „100% UV“ und „Cat 2“ oder „Cat 3“ stehen. Die Gläser sollten grau oder braun getönt sein.

Es darf natürlich auch nicht vergessen werden, die Haut des Kindes einzucremen: Alle nackten Körperstellen sollten am besten eine halbe Stunde vor dem Rausgehen eingecremt werden. Stirn, Nase, Ohren, Lippen und Hände dürfen nicht vergessen werden.

Am besten eignet sich eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30. Bei empfindlicher Haut sollte der LSF noch höher sein. Achten Sie darauf, dass die Sonnencreme ihr Kind gegen UV-A und UV-B-Strahlung schützt. Für die Lippen gibt es spezielle Lippenpflegestifte, die einen hohen Lichtschutzfaktor besitzen. Möglichst alle zwei Stunden sollten Eltern ihr Kind erneut eincremen.

Bericht / Patient & Haut 1/2015

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Neu: Video zur Vorstellung der Kampagne zur Hautkrebsvorsorge von Frau Dr. Krakor

Die erfahrene Dermatologin Dr. Marion Krakor aus Leipzig wurde für ihre Kampagne zur Hautkrebsvorsorge vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD) mit dem „Preis für Öffentlichkeitsarbeit Dermatologie“ 2015 ausgezeichnet. In dieser Präsentation Anfang März 2015 stellt sie vor, wie die erfolgreiche Kampagne entstanden ist.

http://hautarztpraxis-krakor.de/mediathek/videos/

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Hautkrebsvorsorge

Bei einer Vorsorgeuntersuchung zum Hautkrebs wird Ihre Haut sorgfältig von einem Dermatologen untersucht. Dieser kann feststellen, ob Veränderungen der Haut harmlos sind oder ob Anzeichen für Hautkrebs vorliegen. Die Untersuchung wird von allen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr aller zwei Jahre übernommen, von einigen Krankenkassen auch schon früher (z. B. Barmer, AOK, Knappschaft, TK).

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Hautcheck kann Leben retten

Leider gehen zwei von drei Deutschen nicht regelmäßig zum Hautcheck, obwohl Statistiker schätzen, dass sich die Zahl der Todesfälle aufgrund maligner Melanome halbieren könnte, wenn 70 Prozent der Versicherten das Angebot wahrnehmen würden. Daher der Aufruf an Sie, liebe Patienten: Lassen Sie einen Hautcheck beim Facharzt durchführen! Ab dem 35. Lebensjahr haben Sie alle zwei Jahre Anspruch darauf, bei einigen Krankenkassen auch schon früher.

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Hautkrebsscreening noch zu wenig genutzt

Eine Umfrage von 1000 gesetzlich Versicherten hat ergeben, dass rund die Hälfte hinsichtlich Hautkrebs besorgt seien. Dennoch nutzt gerade mal ein Drittel aller über 35-Jährigen gesetzlich Versicherten regelmäßig den Hautcheck. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft fordert daher die Krankenkassen auf, das Hautkrebsscreening bekannter zu machen (Ästhetische Dermatologie August 2013).

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Hautcheck auch bei Altersflecken

Altersflecken können ein Zeichen für einen chronischen Lichtschaden sein und sollten daher regelmäßig kontrolliert werden, um frühzeitig Anzeichen eines möglichen Hautkrebs zu erkennen. Der Hautcheck wird von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre übernommen, von manchen gesetzlichen Krankenkassen sogar bereits früher.

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