Berliner Charité – Testpersonen für Totes-Meer-Schlamm gesucht

Dem Schlamm des Toten Meeres werden heilende Kräfte nachgesagt. Patienten mit Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Neurodermitis wird daher auch eine solche Schlamm-Kur empfohlen. Denn viele Mineralien wirken unterschiedlich positiv auf Haut und Entzündungen. Die Naturheilkundler der Berliner Charité unter Leitung von Dr. Bernhard Uehleke wollen jetzt einen bestimmten Mineralschlamm von Patienten mit Schuppenflechte testen lassen. Ausführliche Informationen finden Interessierte im Internet unter http://naturheilkunde.immanuel.de/forschung/aktuelle-studien/totes-meer-schlamm-bei-psoriasis/.

Arzt & Wirtschaft Dermatologie, Ausgabe 6, Dezember 2016

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Psoriasis und Schwangerschaft

Psoriasis beeinträchtigt weder die Fruchtbarkeit der Frau noch die des Mannes. Einer Schwangerschaft steht bei Schuppenflechte nichts entgegen, sofern einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, systemisch wirkende Medikamente gegen Psoriasis schon beim Schwangerschaftswunsch abzusetzen, da bestimmte Wirkstoffe eine fruchtschädigende Wirkung haben. So sollten Männer und Frauen gleichermaßen auf Methotrexat wenigstens zwölf Wochen vor einer Empfängnis verzichten, da dieses Medikament die Fehlbildungsrate und die Zahl der Fehlgeburten erhöht. Das Gleiche gilt für Frauen für alle Retoinoide – unabhängig davon, ob sie eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden. Bei anderen Medikamenten sollten die behandelnden Ärzte für die Einnahme in der Schwangerschaft einen Risiko-Nutzen-Abgleich vornehmen. Sinnvoller und sicherer ist es jedoch, auf die systemische Psoriasis-Medikation für die Zeit der Schwangerschaft vollständig zu verzichten.

Auch in der Stillzeit sollten alle systemisch wirkenden Medikamente für Psoriasis weggelassen werden, da viele von ihnen z.T. in die Muttermilch übergehen. Falls das aus gesundheitlichen Gründen der Mutter nicht möglich ist, sollte diese auf das Stillen verzichten.

Die topische Basispflege ist in der Schwangerschaft bei Psoriasis die erste Wahl. Vor allem rückfettende Salben du Cremes ohne medikamentöse Zusätze spielen hierbei eine Rolle. Der eingeschränkte Gebrauch von niedrig bis mäßig dosierten Glukokortikosteroiden ist durchaus möglich, doch müssen Schwangere diese Medikation  zuvor mit ihrem Arzt absprechen. Genauso ist eine Phototherapie mit UVB-Strahlen möglich, auf UVA-Strahlen und vor allem Psoralen sollte jedoch verzichtet werden.

In jedem Fall sollten Frauen mit Psoriasis auch die Geburtshelfer und ihren Frauenarzt über ihre Krankheit informieren. Bei der Geburt treten zwar als Folge der Psoriasis i.d.R. keine besonderen Vorkommnisse auf, aber Frauen mit schwerer Schuppenflechte tragen Untersuchungen zufolge ein erhöhtes Risiko, dass ihr Kind mit einem geringerem, als üblichen Gewicht geboren wird. Bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis ist diese Gefahr i.d.R. nicht gegeben. Allerdings berichten viele Frauen über einen Psoriasis-Schub kurz nach der Geburt. Ist Letzteres der Fall, sollten die Betroffenen zusammen mit dem behandelnden Arzt abwägen, was sinnvoller ist: die Aufnahme einer systemischen Therapie und der Verzicht aufs Stillendes Kindes oder das Stillen des Kindes und die Weiterbehandlung der Psoriasis mit der topischen Basistherapie und der Verzicht auf weitere Medikamente.

Allergikus 1/2016

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Psoriasis und Schwangerschaft

Psoriasis beeinträchtigt weder die Fruchtbarkeit der Frau noch die des Mannes. Einer Schwangerschaft steht bei Schuppenflechte nichts entgegen, sofern einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Sinnvoll ist es in jedem Fall, systemisch wirkende Medikamente gegen Psoriasis schon beim Schwangerschaftswunsch abzusetzen, da bestimmte Wirkstoffe eine fruchtschädigende Wirkung haben. So sollten Männer und Frauen gleichermaßen auf Methotrexat wenigstens zwölf Wochen vor einer Empfängnis verzichten, da dieses Medikament die Fehlbildungsrate und die Zahl der Fehlgeburten erhöht. Das Gleiche gilt für Frauen für alle Retoinoide – unabhängig davon, ob sie eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden. Bei anderen Medikamenten sollten die behandelnden Ärzte für die Einnahme in der Schwangerschaft einen Risiko-Nutzen-Abgleich vornehmen. Sinnvoller und sicherer ist es jedoch, auf die systemische Psoriasis-Medikation für die Zeit der Schwangerschaft vollständig zu verzichten.

Auch in der Stillzeit sollten alle systemisch wirkenden Medikamente für Psoriasis weggelassen werden, da viele von ihnen z.T. in die Muttermilch übergehen. Falls das aus gesundheitlichen Gründen der Mutter nicht möglich ist, sollte diese auf das Stillen verzichten.

Die topische Basispflege ist in der Schwangerschaft bei Psoriasis die erste Wahl. Vor allem rückfettende Salben du Cremes ohne medikamentöse Zusätze spielen hierbei eine Rolle. Der eingeschränkte Gebrauch von niedrig bis mäßig dosierten Glukokortikosteroiden ist durchaus möglich, doch müssen Schwangere diese Medikation  zuvor mit ihrem Arzt absprechen. Genauso ist eine Phototherapie mit UVB-Strahlen möglich, auf UVA-Strahlen und vor allem Psoralen sollte jedoch verzichtet werden.

In jedem Fall sollten Frauen mit Psoriasis auch die Geburtshelfer und ihren Frauenarzt über ihre Krankheit informieren. Bei der Geburt treten zwar als Folge der Psoriasis i.d.R. keine besonderen Vorkommnisse auf, aber Frauen mit schwerer Schuppenflechte tragen Untersuchungen zufolge ein erhöhtes Risiko, dass ihr Kind mit einem geringerem, als üblichen Gewicht geboren wird. Bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis ist diese Gefahr i.d.R. nicht gegeben. Allerdings berichten viele Frauen über einen Psoriasis-Schub kurz nach der Geburt. Ist Letzteres der Fall, sollten die Betroffenen zusammen mit dem behandelnden Arzt abwägen, was sinnvoller ist: die Aufnahme einer systemischen Therapie und der Verzicht aufs Stillendes Kindes oder das Stillen des Kindes und die Weiterbehandlung der Psoriasis mit der topischen Basistherapie und der Verzicht auf weitere Medikamente.

Allergikus 1/2016

 

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Die UV-Lichttherapie

Bei der Behandlung von Hauterkrankungen spielen Cremes und Salben eine große Rolle. Auch von der UV-Lichttherapie können Betroffene profitieren. Dabei wird die Haut der Betroffenen mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Man unterscheidet die Bestrahlung mit UV-A- und UV-B-Licht.

UV-B-Strahlen sind kurzwelliger und erreichen somit nur die Oberhaut. Diese Form der Bestrahlung wird i.d.R. bei Psoriasis, Neurodermitis, Hand- und Fußekzemen sowie Juckreiz (Pruritus) angewandt. Die UV-Bestrahlung führt zur Hemmung bestimmter Zellen der Immunsystems. Bei Psoriasis bewirkt dies z.B. einen Rückgang der Überproduktion von Hautzellen. Die tiefer in die Haut eindringende UV-A-Bestrahlung, die bis in das Bindegewebe reicht, kommt vor allem bei Neurodermitis u.U. auch bei starkem Juckreiz zum Einsatz.

Die PUVA-Therapie

Eine Form der UV-Lichttherapie ist die PUVA-Therapie. Hierbei wird die Haut des Patienten vor der Bestrahlung mit einem Lichtsensibilisator behandelt, der dafür sorgt, das die Haut lichtempfindlich wird. Dieser kann entweder in Form von Tabletten eingenommen oder als Creme aufgetragen werden. Anschließend erfolgt die Bestrahlung der Haut. Diese Form der Bestrahlung eignet sich vor allem für Patienten mit Psoriasis.
Auch eine Bade-PUVA-Therapie ist möglich. Dabei nimmt der Patient ein etwa 20-minütiges Bad, in das der Lichtsensibilisator als Badezusatz beigefügt ist. Die Haut wird so auf die anschließende Bestrahlung vorbereitet. Nach dem Bad wird die Haut des Patienten vorsichtig trocken getupft. Dann sollte innerhalb einer Stunde die UV-Lichttherapie erfolgen.

Da die Haut nach einer UV-Lichttherapie sehr lichtempfindlich ist, sollten Patienten darauf achten, sich nach der Behandlung keinem direkten oder indirekten Sonnenlicht auszusetzen.

Patient & Haut 1/2015

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Schützt Sport vor Psoriasis?

Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) leiden nicht nur unter ihrer Grundkrankheit, sondern haben auch ein erhöhtes Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Krankheiten. Körperliche Betätigung gilt als vorbeugend gegenüber Krankheiten wie Diabetes oder dem metabolischen Syndrom, allerdings ist unklar, ob das auch für Psoriasispatienten gilt.

Italienische Hautärzte haben daher zum einen untersucht, wie häufig Schuppenflechte bei Sportlern auftritt, und zum anderen, ob und wie sich Psoriasispatienten (ohne Psoriasis-Arthritis) sportlich betätigen.

Nur 1,7% der 416 Sportler hatten Schuppenflechte, gegenüber 5,4% aus einer eher „unsportlichen“Kontrollgruppe, in der nur 21,3% regelmäßig Sport trieben. Da in beiden Gruppen mit etwa 10% ähnlich viele Teilnehmer Verwandte mit Psoriasis hatten, lässt sich schließen, dass sportliche Aktivität vor einem Ausbruch von Psoriasis schützt. Von den Psoriasispatienten wiederum machten nur 11% Sport. 35 von 44 dieser Teilnehmer gaben an, dass sich der Sport positiv auf die Krankheit auswirkt.

Die Ergebnisse sollen in Zukunft in einer Studie mit mehr Teilnehmern bestätigt werden, in denen auch das Ausmaß der Schuppenflechte erfasst wird.

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