Die UV-Lichttherapie

Bei der Behandlung von Hauterkrankungen spielen Cremes und Salben eine große Rolle. Auch von der UV-Lichttherapie können Betroffene profitieren. Dabei wird die Haut der Betroffenen mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Man unterscheidet die Bestrahlung mit UV-A- und UV-B-Licht.

UV-B-Strahlen sind kurzwelliger und erreichen somit nur die Oberhaut. Diese Form der Bestrahlung wird i.d.R. bei Psoriasis, Neurodermitis, Hand- und Fußekzemen sowie Juckreiz (Pruritus) angewandt. Die UV-Bestrahlung führt zur Hemmung bestimmter Zellen der Immunsystems. Bei Psoriasis bewirkt dies z.B. einen Rückgang der Überproduktion von Hautzellen. Die tiefer in die Haut eindringende UV-A-Bestrahlung, die bis in das Bindegewebe reicht, kommt vor allem bei Neurodermitis u.U. auch bei starkem Juckreiz zum Einsatz.

Die PUVA-Therapie

Eine Form der UV-Lichttherapie ist die PUVA-Therapie. Hierbei wird die Haut des Patienten vor der Bestrahlung mit einem Lichtsensibilisator behandelt, der dafür sorgt, das die Haut lichtempfindlich wird. Dieser kann entweder in Form von Tabletten eingenommen oder als Creme aufgetragen werden. Anschließend erfolgt die Bestrahlung der Haut. Diese Form der Bestrahlung eignet sich vor allem für Patienten mit Psoriasis.
Auch eine Bade-PUVA-Therapie ist möglich. Dabei nimmt der Patient ein etwa 20-minütiges Bad, in das der Lichtsensibilisator als Badezusatz beigefügt ist. Die Haut wird so auf die anschließende Bestrahlung vorbereitet. Nach dem Bad wird die Haut des Patienten vorsichtig trocken getupft. Dann sollte innerhalb einer Stunde die UV-Lichttherapie erfolgen.

Da die Haut nach einer UV-Lichttherapie sehr lichtempfindlich ist, sollten Patienten darauf achten, sich nach der Behandlung keinem direkten oder indirekten Sonnenlicht auszusetzen.

Patient & Haut 1/2015

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Ist die UV-Therapie noch zeitgemäß?

Die Phototherapie in ihren verschiedenen Anwendungsarten stellt eine sehr aufwendiges Verfahren dar. Als Alleinstellungsmerkmal bieten ausschließlich Dermatologen diese hochwirksame Therapie an. Ein wesentliches Argument für die den wichtigen Stellenwert in Klinik und Praxis ist die hervorragende Wirksamkeit. So ist z.B. die PUVA-Therapie bei der Schuppenflechte eine hocheffiziente Option und braucht den Vergleich , zu mindestens in Bezug auf die Behandlung der Hautläsionen, mit Biologika nicht zu scheuen. Auch angesichts des guten Kosten-Nutzen-Verhältnisses sei die Frage ob die Lichttherapie noch zeitgemäß ist, mit einem klaren JA zu beantworten.

(Quelle Plenarvortrag bei der 48. DDG-Tagung, Berlin 4/15)

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Lichtempfindlichkeit während Bade-PUVA-Therapie

Bei Patienten mit Schuppenflechte hat sich die sog. Bade-PUVA Therapie bewährt. Dabei badet der Patient zunächst 20 Minuten in der Badewanne und stellt sich anschließend in die Lichtkabine. Dem Badewasser wird ein spezieller Badezusatz verabreicht, der die Haut lichtempfindlich macht. Deshalb muss der Patient anschließend nur für wenige Sekunden bis Minuten in der Lichtkabine stehen. Der lichtsensibilisierende Effekt hält jedoch ca. 4 Stunden an, sodass nach der Behandlung auf ausreichenden Lichtschutz geachtet werden muss. Außerdem können einige Medikamente die Lichtempfindlichkeit zusätzlich erhöhen. Damit es zu keinen Verbrennungen kommt, muss der Patient zuvor den behandelnden Arzt über alle einzunehmenden Medikamente informieren und auch über Wechsel von Medikamenten während der laufenden Bade-PUVA Behandlung in Kenntnis setzen. Nur so kann eine erfolgreiche Therapie gewährleistet werden.

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