Schuppenflechte

Kostenloser Expertenrat
Wie pflege ich meine Hau, welche Ernährung hilft mir – wer unter Schuppenflechte leidet, hat viele Fragen. „Bitte berühren“, die Aufklärungskampagne zur Schuppenflechte, bietet auf www.bitteberuehren.de die Möglichkeit, Fragen an Experten zu richten. Damit möglichst viele von der Online-Beratung profitieren können, werden die Fragen und Antworten nicht per Mail ausgetauscht, sondern auf der Website von „Bitte berühren“ öffentlich zugänglich gemacht – selbstverständlich auf Wunsch so anonymisiert, dass die Privatsphäre der Anfragenden geschützt bleibt. Ein wenig Geduld sollten Nutzer des Online-Services allerdings mitbringen. Die Fragen werden zunächst gesammelt. Smtliche Experten müssen nämlich „nebenbei“ noch Tag für Tag zu den üblichen Sprechzeiten ihre Patienten im wahren Leben versorgen.

Arzt &Wirtschaft Dermatologie 02/2017

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Schützt Sport vor Psoriasis?

Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis) leiden nicht nur unter ihrer Grundkrankheit, sondern haben auch ein erhöhtes Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Krankheiten. Körperliche Betätigung gilt als vorbeugend gegenüber Krankheiten wie Diabetes oder dem metabolischen Syndrom, allerdings ist unklar, ob das auch für Psoriasispatienten gilt.

Italienische Hautärzte haben daher zum einen untersucht, wie häufig Schuppenflechte bei Sportlern auftritt, und zum anderen, ob und wie sich Psoriasispatienten (ohne Psoriasis-Arthritis) sportlich betätigen.

Nur 1,7% der 416 Sportler hatten Schuppenflechte, gegenüber 5,4% aus einer eher „unsportlichen“Kontrollgruppe, in der nur 21,3% regelmäßig Sport trieben. Da in beiden Gruppen mit etwa 10% ähnlich viele Teilnehmer Verwandte mit Psoriasis hatten, lässt sich schließen, dass sportliche Aktivität vor einem Ausbruch von Psoriasis schützt. Von den Psoriasispatienten wiederum machten nur 11% Sport. 35 von 44 dieser Teilnehmer gaben an, dass sich der Sport positiv auf die Krankheit auswirkt.

Die Ergebnisse sollen in Zukunft in einer Studie mit mehr Teilnehmern bestätigt werden, in denen auch das Ausmaß der Schuppenflechte erfasst wird.

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Lichttherapie hilft bei Schuppenflechte

Die hartnäckigen schuppenden und geröteten Hauterscheinungen einer Schuppenflechte können mit einer speziellen Lichttherapie deutlich gemindert werden. Diese medizinische Therapie erfolgt mittels UV-A-Licht. Zuvor muss ein Bad mit einer speziellen Substanz, dem Psoralen, durchgeführt werden. Dieses macht den Körper empfindlicher für das UV-Licht, was die entzündungshemmende Wirkung der Lichttherapie verstärkt. Die äußerliche Anwendung des Wirkstoffes hat den Vorteil, dass die inneren Organe nicht durch das Medikament belastet werden. Die PUVA Behandlung kann bei Schuppenflechte, aber auch bei zahlreichen anderen Hauterkrankungen eingesetzt werden.

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Lichtempfindlichkeit während Bade-PUVA-Therapie

Bei Patienten mit Schuppenflechte hat sich die sog. Bade-PUVA Therapie bewährt. Dabei badet der Patient zunächst 20 Minuten in der Badewanne und stellt sich anschließend in die Lichtkabine. Dem Badewasser wird ein spezieller Badezusatz verabreicht, der die Haut lichtempfindlich macht. Deshalb muss der Patient anschließend nur für wenige Sekunden bis Minuten in der Lichtkabine stehen. Der lichtsensibilisierende Effekt hält jedoch ca. 4 Stunden an, sodass nach der Behandlung auf ausreichenden Lichtschutz geachtet werden muss. Außerdem können einige Medikamente die Lichtempfindlichkeit zusätzlich erhöhen. Damit es zu keinen Verbrennungen kommt, muss der Patient zuvor den behandelnden Arzt über alle einzunehmenden Medikamente informieren und auch über Wechsel von Medikamenten während der laufenden Bade-PUVA Behandlung in Kenntnis setzen. Nur so kann eine erfolgreiche Therapie gewährleistet werden.

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Schuppenflechte und Risikoerkrankungen

Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Patienten mit ausgeprägter Schuppenflechte ein erhöhtes Risiko für einen Gelenkbefall (Psoriasis-Arthritis), Diabetes mellitus und Herz-Kreislauferkrankungen im Vergleich zu Patienten mit leicht ausgeprägter Psoriasis haben (Dermatology 2012, 225: 121-126).

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