Tattoo-Entfernung bald nur noch von Ärzten

Zum Jahresende greift für die
Tattoo-Entfernung der ärztliche Vorbehalt. Dermatologen sehen keine
Versorgungsengpässe.

Ab dann greift der in der Verordnung zum Schutz vor
schädlichen Wirkungen nicht ionisierender Strahlung bei der Anwendung an
Menschen verankerte Arztvorbehalt. Damit sind Betreiber entsprechender Studios
von Tätowierungen und Permanent-Make-up außen vor.

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OnlineDoctor

In der Zeit von der Entdeckung einer Hauterkrankung bis zur
Klärung durch einen Facharzt kann sehr viel Zeit vergehen, in der sich die
Beschwerden verschlechtern und sich ein einfach zu behandelndes Problem zu
einem dauerhaften Problem entwickeln kann.

Andererseits ist ein Termin beim Facharzt nicht immer
zwingend notwendig, da eine Betrachtung der betroffenen Stelle ausreicht, um
das Hautproblem einzuschätzen und Handlungsanweisungen zu geben. In diesem
Zusammenhang bietet OnlineDoctor eine vielversprechende und auch flexible
Lösung für die Behandlung der Haut. Die Konsultation des Hautarztes läuft
hierbei online. Vorteil ist, sie kann rund um die Uhr und an 7 Tagen die Woche
stattfinden. Eine Aufnahme der betroffenen Stelle kann ganz einfach via Handy
an den Hautarzt geschickt werden, der innerhalb von 48 Stunden eine
fachärztliche Beurteilung des Hautproblems abgibt und Handlungsempfehlungen
ausspricht. Die Fallabschlussquote bei OnlineDoctor liegt bei 86% – das
bedeutet, nur 14% der Nutzer müssen danach noch eine Praxis aufsuchen.

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Kein erhöhtes Risiko für Covid-19-Infektionen

Eine Situation, wie sie Sich derzeit durch Covid-19
darstellt, hat es zuvor noch nicht gegeben. Die Verunsicherung bei Ärzten und Patienten
ist groß – das Betrifft nicht zuletzt die immunsuppressive Behandlung von
Psoriasis-Patienten.

Aus diesem Grund widmet sich Prof. Matthias Augustin und Dr.
Ralph von Kiedrowski in einem Live-Webinar von Leo Pharma den wichtigsten
Fragen zu Covid-19 und dem Patienten-Management bei einer Biologika-Therapie
und erklärten, dass diese Patienten nicht per se zur Risikogruppe gehören. Nach
heutigem Sachstand lässt sich sagen, dass für Psoriasis-Patienten und
Systhemtherapeutika kein erhöhtes Risiko für Viruserkrankungen oder deren
schweren Verlauf besteht.

„Die Medikamente bewirken keine Schwächung, sondern eine
Modulation des Immunsystems. Das regulierte, normal funktionierende Immunsystem
unter einer Biologika-Therapie bringt in aller Regel sogar auch bezüglich
sonstiger Infektionen eine Verbesserung“, so von Kiedrowski. Die könnte laut
neuester Publikation von Schett et al. (2020) auch auf Covid-19 zutreffen:
Demnach ist eine Biologika-Therapie im Kontext der viralen Covid-19-Infektion
in der Regel nicht bedenklich.

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Atopisches Ekzem als Innovationstreiber

Th2-vermittelte Erkrankungen

Das atopische Ekzem ist eine äußerst heterogene Erkrankung,
dessen Neigung oft erblich bedingt ist. Die genetischen Zusammenhänge sind
ebenfalls sehr komplex und gehen mit Prozessen wie Mutationen sowie Gain-of-
und Loss-of-function von Proteinen einher, erläutert der Experte Prof. Tilo
Biedermann aus München.

Zur Pathophysiologie des atopischen Ekzems zählen
beispielsweise Dysbalancen der T-Helferzellen (Th) 2. Die Th2-vermittelte
Erkrankung führt unter anderem zu Allergien und zu einer reduzierten
Barrierefunktion beispielsweise zu trockener Haut, was wiederum mikrobielle
Dysbiosen unter anderem mit einer Dominanz des Bakteriums Staph. Aureus begünstigen
kann. Die einzelnen Faktoren verstärken und begünstigen sich gegenseitig,
fasste Biedermann den „circulus vitiosus“ des atopischen Ekzems zusammen.

Neue Targets beim atopischen Ekzem

Th2-Lymphozyten sind beispielsweise an der Synthese der
Zytokine Interleukin (IL)-4, -13 und -23 beteiligt. IL-4 und -13 sind wiederum
die Schlüsselzytokine für Entzündungsprozesse des atopischen Ekzems. Moderne
Biologika oder Kandidaten dafür, die den IL-4 und IL-13-Signalweg adressieren
sind laut Biedermann beispielsweise Dupilumab (mit Zulassung), sowie
Trakolinumab und Lebrikizumab.

Ärztliches Journal
Dermatologie

reise und Medizin 04 2020

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OnlineDoctor startet in den November mit großartigen Neuigkeiten:

31 Betriebskrankenkassen, sowie die KKH(Kaufmännische Krankenkasse) sind nun Partner von OnlineDoctor. Seit gestern (01.11.2021) steht zusätzlichen 4,4 Mio. Patientinnen die Online-Beratung über OnlineDoctor ohne Zuzahlung zur Verfügung. Dies ist ein weiterer Meilenstein in der digitalen Versorgung von Patientinnen, der beweist, dass OnlineDoctor die richtige Antwort auf die Digitalisierung des Gesundheitswesen ist.

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Erhöhtes Hautkrebsrisiko bei aktinischer Keratose?

Das Ziel einer Kohortenstudie
war bei Patienten mit aktinischer Keratose, in einer Nachbeobachtungszeit von
zehn Jahren das relative Risiko für Hautkrebs abzuschätzen.

Aktinische Keratose (AK) zeigt sich häufig als hautfarbene
raue, trockene, schuppige oder verkrustete Läsion, die durch langfristige
Sonneneinstrahlung verursacht wird. Die AK entwickelt sich typischerweise im
Kopfbereich sowie an Brust, Schultern, Armen und Händen.

In einer aktuellen Studie wurden 2.893 Personen im Südosten
Schwedens, bei denen eine aktinische Keratose Diagnostiziert worden war, im
Zeitraum von 2000 bis 2004 mit einer Kontrollkohorte von 14.668 Personen ohne
AK verglichen.

Die Probanden wurden zehn Jahre lang beobachtet, um das
Auftreten von Hautkrebs in beiden Kohorten zu identifizieren. Die Hazard Razio
(HR) mit 95%-Konfidenzintervallen (95%-KI) wurde als Risikomessgröße verwendet.
Individuen in der AK-Kohorte hatten ein deutlich höheres Risiko für alle
Hautkrebsarten im Vergleich zur Kontrollkohorte. Das relative Risiko war am
höchsten für die Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms (SCC) und etwas
niedriger für ein Basalzellkarzinom (BCC) und für ein malignes Melanom (MM). Es
wurde also festgestellt, dass Patienten mit der Diagnose einer AK ein erhöhtes
Risiko für die Entwicklung von SCC, BCC und MM innerhalb von zehn Jahren nach
Diagnosestellung aufweisen. In Summe ist das Risiko, Hautkrebs zu bekommen mehr
als fünfmal erhöht.

Arzt Depesche Dermatologie

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Dupilamab – ein therapeutischer Meilenstein?

Der monoklonale Antikörper
Dupilumab zeigt bei Patienten mit atopischer Dermatitis sehr gute klinische
Effekte. Laut der Autoren einer neuen Übersichtsstudie hat die Substanz sogar
„das Potenzial zur Wunderwaffe“. Ist das gerechtfertigt?

In einer 2016 im Fachblatt Lancet veröffentlichten randomisiert kontrollierten Studie führte die subkutane Injektion von 300mg Dupilumab pro Woche bei 83% der Patienten zu einer Reduktion des Eczema Area and Severity Index (EASI) um mehr als 50%. In der Verumgruppe veränderte sich der Score damit signifikant positiv im Vergleich zu Placebo. Eingeschlossen waren ausschließlich Patienten mit atopischer Dermatitis, bei denen die Topische Therapie nicht wirksam genug gewesen war.

Besonders effektiv scheint die Kombinationstherapie aus
Dupilumab und topischen Kortikosteroiden zu sein. Diese war den jeweiligen
Monotherapien in einer 2014 publizierten Studie des New England Journal of
Medicine
überlegen. Unter der Kombinationstherapie erreichten 100% der
Patienten eine Verbesserung des EASI-Scores um mehr als 50% – unter der
Glukortikoid-Monotherapie waren es nur halb so viele. Die Phase-III_Studie
LIBERTY AD CHRONOS sei im Jahr 2017 zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen und
man ergänzte, dass auch die Lebensqualität durch die Kombinationstherapie
signifikant stieg. Die schnelle klinische Verbesserung lässt sich auch auf
genetischer Ebene nachvollziehen: In einer Transkriptionsanalyse reduzierte
Dupilumab die Expression von Genen, die an der Pathogenese der atopischen
Dermatitis beteiligt sind, um 65%.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Dupilumab zählten Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle. „Die bisherigen Daten legen jedoch nahe, dass die hohe Wirksamkeit einer Dupilumab-Behandlung deren Nachteile durch potenzielle Nebenwirkungen überwiegt“, so die Autoren der Übersichtsstudie.

Arzt Depesche Dermatologie

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Sonne in Maßen kann positiv sein

Die Vor- und Nachteile von
Sonneneinstrahlung auf die Haut wurden nun in einem Übersichtsartikel
zusammengefasst. Fazit: Das durch Sonnenlicht induzierte Vitamin D kann gerade
in Verbindung mit der Krebsvorsorge nützlich sein.

Einerseits können durch die UV-Strahlung der Sonne
Mutationssignaturen entstehen, die Hautkrebs verursachen. Andererseits führt
die Absorption der UV-Strahlung durch das in der Haut vorhandene
7-Dehydrocholesterolzur endogenen Synthese von Vitamin D, was wiederum Krebs
entgegenwirkt.Neben dem schädlichen photokanzerogenen und immunsupressiven
Effekt des Sonnenlichts induzieren die kurzwelligen UV-Strahlen die
Vitamin-D-Synthese. Über die Aktivierung des Vitamin-D-Rezeptors (VDR) steuert
Vitamin D die Expression verschiedenerGene der Zelle. Der VDR wird zudem in
Keratinozyten der Epidermis und der Haarfollikel exprimiert und agiert somit
auch auf Ebene der Zellmembran. Auf diesem Weg beeinflussen
Vitamin-D-Metabolite Prozesse der DNA-Damage-Response, die Apoptose von
Krebszellen, aber auch die Immunantwort, die Zellproliferation und die
Angiogenese.

Beim Plattenepithelkarzinom und Basalzellkarzinom wurde eine
erhöhte VDR-Expression im Vergleich zu gesunden Zellen nachgewiesen. So bestand
unter anderem bei Personen mit höherem Vitamin-D-Serumgehalt ein niedrigeres
Risiko. In Studien konnte zudem gezeigt werden, dass genetische Veränderungen
im VDR-Gen ein Risikofaktor für die Entstehung von Melanomen darstellten.
Aktuelle Studien belegen, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D zwar nicht
präventiv gegen Krebs wirkt, aber innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren die
krebsbedingte Todeshäufigkeit um 17-25% verringerte. Untersuchungen zeigten
zudem , dass Vitamin D nicht nur Tumorzellen unterdrückt, sondern auch das
Mikromilieu dieser Zellen Reguliert.

Somit kann der Schutz vor Sonnenlicht als Präventionsmaßnahme vor hautkrebs auch die Vitamin-D-Serumspiegel ungünstig beeinflussen. Diese Erkenntnis spricht dafür , dass durch Sonneneinstrahlung induziertes und durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführtes Vitamin D  in Verbindung mit Krebs gesundheitsfördernd und vernünftiges und moderates Sonnenbaden sogar zu befürworten ist.

Arzt Depesche Dermatologie

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Selten, aber möglich: Reaktionen auf Mücken, Bremsen oder Ameisen

In Einzelfällen kann es als Folge von Stechmücken- und
Bremsenstichen zu Urtikaria und Angioödemen kommen. Einige in Amerika,
Australien, Südostasien und im Mittleren Osten beheimatete Ameisenarten können
allergische Reaktionen vom Soforttyp hervorrufen. In Europa sind solche Arten
gegenwärtig jedoch nicht anzutreffen.

MSD Dermagazin

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Pieks mit Folgen: Raupen und Käferlarven als Auslöser von Allergien

Raupen und Käferlarven können Haare oder Stacheln besitzen,
die mechanisch irritieren oder Gifte enthalten. Bei sensibilisierten Individuen
kann der Kontakt Nesselfieber und Ekzeme hervorrufen. Ein Beispiel aus unseren
Breiten sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Die Behandlung der
verursachten Hautreaktionen erfolgt üblicherweise mit topischen
Glukokortikoiden.

MSD Dermagazin

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