HIV-Selbsttest

Noch immer leben in Deutschland schätzungsweise bis zu
13.000 Menschen unentdeckt mit einer HIV-Infektion. Dies hat aber nicht nur
Auswirkungen auf die Gesundheit dieser Menschen selbst, denn ohne Diagnose
erhalten sie keine antiretrovirale Therapie. Auch ist das Risiko sehr hoch,
dass weitere Menschen infiziert werden.

CAVE: Ein HIV-Test zeigt frühestens 6 Wochen nach einem
Risikokontakt, ob möglicherweise eine Infektion stattgefunden hat. Diese Frist
gilt im Übrigen immer wieder neu, wenn innerhalb dieser Zeit ein erneutes
sexuelles Risiko eingegangen wurde! Dies sollte auch beachtet werden, bevor ein
Selbsttest durchgeführt wird.

Der Privatarzt Dermatologie

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HPV- Impfung für Jungen empfohlen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung,
Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV zu impfen, im Epidemiologischen
Bulletin 26/2018 veröffentlicht.

Nach Schätzungen des Zentrums für Krebsregisterdaten im
Robert-Koch-Institut gibt es pro Jahr bei Männern etwa 600 Analkarzinome,
mindestens 250 Peniskarzinome und mindestens 750 Karzinome in der Mundhöhle
oder im Rachen, die auf eine HPV-Infektion zurück gehen.

Der Privatarzt Dermatologie

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Schön sein für die Selfies – Snapchat–Dysmorphie

Noch vor einigen Jahren wollten Patienten von plastischen
Chirurgen ihr Erscheinungsbild meist dem von prominenten Idolen annähern
lassen. Heute besteht oft der Wunsch, tatsächlich so auszusehen, wie auf den
mit Filtern bearbeiteten Selfies.

Der Wunsch nach Schönheitsoperationen ist häufig Ausdruck
einer Dysmorphophobie (body  dysmorphic
disorder, BDD). Bei den Patienten, die chirurgisch ihren elektronisch
geschönten Porträts nah kommen wollen – mit größeren Augen, schmalerer Nasen
und volleren Lippen – könnte eine besondere Variante der BDD vorliegen: die
Snapchat-Dysmorphie.

Für den Arzt ist es wichtig, die Auswirkungen von sozialen
Medien auf das Köperbild und das Selbstwertgefühl zu verstehen, um Patienten
besser Behandeln und Beraten zu können.

Der Privatarzt Dermatologie

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Syphilis ist wieder da – Bei Männern

Während die Zahl der gemeldeten Syphilis-Fälle in den
90er-Jahren auf niedrigem Niveau von etwa 2.000 Fällen im Jahr stagnierte,
steigt sie seit der Jahrtausendwende kontinuierlich an. 2017 wurden 7.474
Erkrankungsfälle beim Robert-Koch-Institut registriert. Bei den neu gemeldeten
Fällen in 2017 waren 6.994 Männer und nur 480 Frauen mit Syphilis infiziert.
Bei den Frauen ist seit den 90er-Jahren die Inzidenz somit auf etwa gleichem
Niveau geblieben.

Die Gründe für diese Entwicklung sieht Schöfer vor allem in
der nachlassenden Angst vor AIDS bei homosexuellen Männern, was zu einem
gesteigerten Risikoverhalten führt. Dazu trägt bei, dass HIV- Infizierte unter
Therapie eine annähernd normale Lebenserwartung haben sich gesund fühlen und
(ungeschützt) Sex haben können. Aber auch Partydrogen fördern das riskante
Verhalten, in dessen Folge es zu ungeschütztem Sexualverkehr kommt.

Der Privatarzt Dermatologie

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So wird die Haut Winterfest

Kalte Jahreszeit bedeutet auch Stress für unsere Haut: Trockene Luft, eisiger Wind und Frost können Juckreiz oder Ekzeme hervorrufen. Wer eine schnelle und unkomplizierte Ersteinschätzung sucht, findet unter: https://www.onlinedoctor.de/de/hautaerzte/dr-med-marion-krakor/ Hilfe.

Für unsere Haut beginnt die strapaziöse Zeit des Jahres: Je kälter es wird,
desto weniger produzieren die Talgdrüsen Fett, das eigentlich als Schutzfilm dient. Zudem ziehen sich die Blutgefäße stark zusammen, um die Wärme im Körper zu halten – der Grund warum wir im Winter einen blasseren Teint bekommen. Gerade der Wechsel zwischen kalter Außentemperatur und trockener Heizungsluft stellt eine echte Herausforderung für unser größtes Organ dar, da die Feuchtigkeit auf der Hautoberfläche verdunstet. Ganz besonders betroffen sind davon Augenpartien, Lippen, Hals und Dekolleté. Häufige Folgen: entzündete Lippenränder, Risse und Fältchen, Rötungen oder Schuppenbildung. Chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder die Schuppenflechte verschlimmern sich meist in der kalten Jahreszeit. „Im Winter benötigt unsere Haut besonders viel Pflege. Gegen trockene Haut helfen fettreiche Cremes auf einer Wasser-in-Öl-Basis. Um die Entfettung der Haut zu vermeiden gilt außerdem: heißes Duschen oder Baden lieber vermeiden.“, erklärt Dr. Krakor.

Zudem wird die Kraft der Sonne im Winter oft
unterschätzt, da das Kältegefühl über einen beginnenden Sonnenbrand
hinwegtäuscht. Insbesondere passionierte Spaziergänger, alle die gern wandern und
vor allem Wintersportler müssen aufpassen, da sie dem gefährlichen UV-Licht auf
den Berggipfeln wesentlich näherkommen: Pro 1000 Höhenmeter erhöht sich die
Strahlung um rund 10%. Die Reflektion durch Eis und Schnee verstärkt die
Wirkung noch zusätzlich. „Ein ausreichender UV-Schutz ist auch im Winter ein
Muss. Für den Wintersport geeignet, sind Cremes mit mindestens
Lichtschutzfaktor 30 und einem hohen Fettgehalt. Auch die Lippen sollten
unbedingt gepflegt werden, am besten mit einem speziellen Stift oder Balsam mit
UV-Schutz und natürlichen Feuchthaltefaktoren.“, so Dr. Krakor.

Ein weiteres Problem: Im Winter klagen viele über Hautunreinheiten und Pickel. Die Schutzschicht der Haut ist wesentlich dünner und damit das perfekte Einfallstor für Schmutz, Pilze und Bakterien. Diese können zu unangenehmen Hautinfektionen oder gar Ekzemen führen. Bei wiederholter oder dauerhafte Irritation können Ekzeme auch chronisch werden oder sich durch das Aufkratzen der Haut erst richtig entzünden. Deshalb sollte möglichst schnell gehandelt werden. Dr. Krakor rät: „Wenn sich trotz allen Vorsichtsmaßnahmen Bläschen bilden, die Haut brennt oder stark juckt, sollte man unbedingt einen Arzt drauf schauen lassen.“

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Bakterien zur Wundheilung

Bakterien zur Wundheilung

Wie in einer aktuellen Studie gezeigt wurde, beschleunigen die von verschiedenen Bakterienarten produzierten Spurenamine die Wundheilung.

Bestimmte Hautbakterien sind in der Lage, aromatische Aminosäuren in Spurenamine umzuwandeln. Diese Amine werden in den Nervenzellen des Säugetiergehirns zusammen mit Botenstoffen gespeichert und freigesetzt. Sie spielen so als Neuromodulatoren eine wichtige Rolle.

In der menschlichen Haut sowie im Schweiß sind verhältnismäßig viele Aminosäuren enthalten, die von Bakterien in Spurenamine umgewandelt werden können.

In vitro und in Mausmodellen wurde nun gezeigt, dass Spurenamine die Wundheilung beschleunigten. Bekannt ist, dass das von Keratinozyten der verletzten Haut erzeugte Adrenalin mittels Aktivierung des ß2-Adrenozeptors (ß2-AR) die Zellbeweglichkeit verringert und somit dem Wundheilungsprozess verlangsamt. Die als ß2-AR-Antoganisten fungierenden Spurenamine und Dopamin führten in vitro und in Mausmodellen zur Aufhebung des Adrenalineffekts und so zu einer schnelleren Wundheilung. Zudem konnten in Untersuchungen vorwiegend Spurenamine-synthetisirende Staphylococcus-epidermidis-Spezies nachgewiesen werden, die das Enzym Staphylokokken-aromatische-Aminosäure-decarboxylase (SadA) überexprimitierten, dass an der Wundheilung beteiligt ist. In SadA-mutierten Stämmen war im Vergleich zu Wildtypstämmen von S. epidermitis die Wundheilung verlangsamt.

Die Daten unterstützen die Annahme, dass Spurenamine
produzierende Bakterien auf menschlicher Haut vorteilhaft sind und als
Schutzschild beitragen können.

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Gesunde Diät von Vorteil

Gesunde Diät von Vorteil

Anhand der Analyse von vier
großen Ernährungsrichtlinien und deren Vergleich zur Inzidenz von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen fanden Forscher heraus, dass bestimmte
Ernährungsmuster mit einem geringeren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
assoziiert sind.

Die Analyse der vier großen Ernährungsrichtlinien, des Healthy Eating Index-2015, des Alternate Mediterranen Diet Score, des Healthful Plant-Based Diet Index sowie des Alternate Healthy Eating Index von über 160.000 Frauen und von über 43.000 Männern zeigte, dass vorwiegend vier gesunde Ernährungsmuster mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden waren. Zusammengefasst zeichnete sich trotz der verschiedenen Bewertungsmethoden ein gemeinsamen Ernährungsmuster, charakterisiert durch den höheren Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Nüssen und Hülsenfrüchten sowie den geringeren Verzehr von gezuckerten Getränken und rotem und verarbeitetem Fleisch, ab.

Es bestand zudem bei Personen, die sich strikt an ein gesundes Ernährungsmuster hielten, ein um 10% bis 20% geringeres Risiko als bei denjenigen, die am wenigsten solchem folgten.

Aus Daten von Teilnehmern aus verschiedenen Regionen sowie verschiedener ethnischer Gruppen resümierten die Autoren zudem, dass es keine beste Einheitsdiät gäbe, es aber darauf ankäme, eine eigene die persönlichen Vorlieben und kulturellen Aspekte berücksichtigende gesunde Ernährungsstrategie zu finden.

ARZT DEPESCHE Dermatologie

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Von Wildmäusen Lernen

Von Wildmäusen Lernen

Die erstmalige Beschreibung
der mikrobiellen Hautflora bei freilebenden Mäusen stellt eine wichtige
Grundlage zur Nutzung des Mausmodells in der biomedizinischen Forschung dar.

Ein Hauptziel der Mikrobiomforschung ist die Untersuchung künftiger therapeutischer  Eingriffe zur Wiederherstellung einer gesunden Zusammensetzung der mikrobiellen Besiedlung des Körpers und dabei speziell der Haut. Als Modellorganinsmus nutzt man dazu die in ihrer Immunregulation dem Menschen ähnliche Hausmaus.

Forscher führten nun erstmals einen systematischen Vergleich des Hautmikrobioms bei Haus- und Labormäusen durch. Erstaunlicherweise zeigte die generelle Zusammensetzung der Mikroorganismen bei wildlebenden Tieren und Labormäusen unabhängig von den radikal unterschiedlichen Lebensbedingungen große Übereinstimmungen, was eine starke Kontrolleder mikrobiellen Besiedlung durch das Wirtslebewesen vermuten lässt.

Andererseits ließ sich bei wilden Mäusen eine deutlich vielfältigere Zusammensetzung des Hautmikrobioms nachweisen als bei Labormäusen, die sich zudem in Abhängigkeit von geografischen Gegebenheiten unterschied. Vorerst lieferten die Daten wichtige Einblicke in das Hautmikrobiom von Mäusen und in mit Mäusen assoziierte mikrobielle Gemeinschaften. In Zukunft könnten diese tierischen Modellsysteme aber auch dem besseren Verständnis von Hauterkrankungen beim Menschen dienen.

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Hautmanifestationen bei Covid-19

Hautmanifestationen bei
Covid-19

Eine Infektion mit dem
Corona-Virus SARS-CoV-2  kann sich auch
durch Hautveränderungen bemerkbar machen. In einigen Fällen sind kutane
Manifestationen sogar ein Frühsymptom.

In einer ersten Übersichtsarbeit trug man 18 Fallserien, sowie 3 Fallberichte zusammen, in denen Dermatologen von Hautmanifestationen bei COVID-19 berichteten.

Die häufigsten Hautbefunde waren makulopapulöse Exantheme und papuloviskulärer Ausschlag. Bei jedem zehnten Patienten mit kutaner Beteiligung kam es außerdem zu Urtikaria oder schmerzhaften akralen Papeln mit rötlich-violetter Färbung. Selten wurden auch Petechien oder eine Livedo reticularis beobachtet. In knapp 70% der Fälle war der Köperstamm betroffen, zu etwa 20% Hände und Füße. Der Zeitpunkt, zu dem die Hautveränderungen auftraten, variierte: Bei 12,5% der COVID-19-Patienten mit Hautbeteiligung kam es noch vor den typischen repiratorischen Symptomen oder vor der Diagnosestellung zu Läsionen. Die übrigen Patienten entwickelten in den darauffolgenden sieben Tagen Hautsymptome. In allen Fällen waren die Läsionen innerhalb von 10 Tagen abgeheilt. Ein Zusammenhang der Hautsymptome mit dem Schweregrad von COVID-19 wurde bislang nicht festgestellt.

ARZT DEPESCHE Dermatologie

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Sterbebegleituung

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil zur Sterbebegleitung
getroffen:

Ein Arzt ist nicht dazu Verpflichtet, Patienten nach einem Suizidversuch
das Leben zu retten. Zumindest, wenn die Entscheidung zum Sterben freiwillig
und bewusst getroffen wurde. Der BGH verhandelte zwei Fälle, bei denen
Mediziner aus Berlin und Hamburg körperlich kranke Menschen nach der Einnahme
tödlicher Medikamente bis zum Tod begleitet hatten, ohne ihnen das Leben zu
retten.

„Der Privatarzt
Dermatologie“

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