Bakterien zur Wundheilung

Bakterien zur Wundheilung

Wie in einer aktuellen Studie gezeigt wurde, beschleunigen die von verschiedenen Bakterienarten produzierten Spurenamine die Wundheilung.

Bestimmte Hautbakterien sind in der Lage, aromatische Aminosäuren in Spurenamine umzuwandeln. Diese Amine werden in den Nervenzellen des Säugetiergehirns zusammen mit Botenstoffen gespeichert und freigesetzt. Sie spielen so als Neuromodulatoren eine wichtige Rolle.

In der menschlichen Haut sowie im Schweiß sind verhältnismäßig viele Aminosäuren enthalten, die von Bakterien in Spurenamine umgewandelt werden können.

In vitro und in Mausmodellen wurde nun gezeigt, dass Spurenamine die Wundheilung beschleunigten. Bekannt ist, dass das von Keratinozyten der verletzten Haut erzeugte Adrenalin mittels Aktivierung des ß2-Adrenozeptors (ß2-AR) die Zellbeweglichkeit verringert und somit dem Wundheilungsprozess verlangsamt. Die als ß2-AR-Antoganisten fungierenden Spurenamine und Dopamin führten in vitro und in Mausmodellen zur Aufhebung des Adrenalineffekts und so zu einer schnelleren Wundheilung. Zudem konnten in Untersuchungen vorwiegend Spurenamine-synthetisirende Staphylococcus-epidermidis-Spezies nachgewiesen werden, die das Enzym Staphylokokken-aromatische-Aminosäure-decarboxylase (SadA) überexprimitierten, dass an der Wundheilung beteiligt ist. In SadA-mutierten Stämmen war im Vergleich zu Wildtypstämmen von S. epidermitis die Wundheilung verlangsamt.

Die Daten unterstützen die Annahme, dass Spurenamine
produzierende Bakterien auf menschlicher Haut vorteilhaft sind und als
Schutzschild beitragen können.

ARZT DEPESCHE Dermatologie

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Gesunde Diät von Vorteil

Gesunde Diät von Vorteil

Anhand der Analyse von vier
großen Ernährungsrichtlinien und deren Vergleich zur Inzidenz von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen fanden Forscher heraus, dass bestimmte
Ernährungsmuster mit einem geringeren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall
assoziiert sind.

Die Analyse der vier großen Ernährungsrichtlinien, des Healthy Eating Index-2015, des Alternate Mediterranen Diet Score, des Healthful Plant-Based Diet Index sowie des Alternate Healthy Eating Index von über 160.000 Frauen und von über 43.000 Männern zeigte, dass vorwiegend vier gesunde Ernährungsmuster mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden waren. Zusammengefasst zeichnete sich trotz der verschiedenen Bewertungsmethoden ein gemeinsamen Ernährungsmuster, charakterisiert durch den höheren Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Nüssen und Hülsenfrüchten sowie den geringeren Verzehr von gezuckerten Getränken und rotem und verarbeitetem Fleisch, ab.

Es bestand zudem bei Personen, die sich strikt an ein gesundes Ernährungsmuster hielten, ein um 10% bis 20% geringeres Risiko als bei denjenigen, die am wenigsten solchem folgten.

Aus Daten von Teilnehmern aus verschiedenen Regionen sowie verschiedener ethnischer Gruppen resümierten die Autoren zudem, dass es keine beste Einheitsdiät gäbe, es aber darauf ankäme, eine eigene die persönlichen Vorlieben und kulturellen Aspekte berücksichtigende gesunde Ernährungsstrategie zu finden.

ARZT DEPESCHE Dermatologie

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Von Wildmäusen Lernen

Von Wildmäusen Lernen

Die erstmalige Beschreibung
der mikrobiellen Hautflora bei freilebenden Mäusen stellt eine wichtige
Grundlage zur Nutzung des Mausmodells in der biomedizinischen Forschung dar.

Ein Hauptziel der Mikrobiomforschung ist die Untersuchung künftiger therapeutischer  Eingriffe zur Wiederherstellung einer gesunden Zusammensetzung der mikrobiellen Besiedlung des Körpers und dabei speziell der Haut. Als Modellorganinsmus nutzt man dazu die in ihrer Immunregulation dem Menschen ähnliche Hausmaus.

Forscher führten nun erstmals einen systematischen Vergleich des Hautmikrobioms bei Haus- und Labormäusen durch. Erstaunlicherweise zeigte die generelle Zusammensetzung der Mikroorganismen bei wildlebenden Tieren und Labormäusen unabhängig von den radikal unterschiedlichen Lebensbedingungen große Übereinstimmungen, was eine starke Kontrolleder mikrobiellen Besiedlung durch das Wirtslebewesen vermuten lässt.

Andererseits ließ sich bei wilden Mäusen eine deutlich vielfältigere Zusammensetzung des Hautmikrobioms nachweisen als bei Labormäusen, die sich zudem in Abhängigkeit von geografischen Gegebenheiten unterschied. Vorerst lieferten die Daten wichtige Einblicke in das Hautmikrobiom von Mäusen und in mit Mäusen assoziierte mikrobielle Gemeinschaften. In Zukunft könnten diese tierischen Modellsysteme aber auch dem besseren Verständnis von Hauterkrankungen beim Menschen dienen.

ARZT DEPESCHE Dermatologie

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Hautmanifestationen bei Covid-19

Hautmanifestationen bei
Covid-19

Eine Infektion mit dem
Corona-Virus SARS-CoV-2  kann sich auch
durch Hautveränderungen bemerkbar machen. In einigen Fällen sind kutane
Manifestationen sogar ein Frühsymptom.

In einer ersten Übersichtsarbeit trug man 18 Fallserien, sowie 3 Fallberichte zusammen, in denen Dermatologen von Hautmanifestationen bei COVID-19 berichteten.

Die häufigsten Hautbefunde waren makulopapulöse Exantheme und papuloviskulärer Ausschlag. Bei jedem zehnten Patienten mit kutaner Beteiligung kam es außerdem zu Urtikaria oder schmerzhaften akralen Papeln mit rötlich-violetter Färbung. Selten wurden auch Petechien oder eine Livedo reticularis beobachtet. In knapp 70% der Fälle war der Köperstamm betroffen, zu etwa 20% Hände und Füße. Der Zeitpunkt, zu dem die Hautveränderungen auftraten, variierte: Bei 12,5% der COVID-19-Patienten mit Hautbeteiligung kam es noch vor den typischen repiratorischen Symptomen oder vor der Diagnosestellung zu Läsionen. Die übrigen Patienten entwickelten in den darauffolgenden sieben Tagen Hautsymptome. In allen Fällen waren die Läsionen innerhalb von 10 Tagen abgeheilt. Ein Zusammenhang der Hautsymptome mit dem Schweregrad von COVID-19 wurde bislang nicht festgestellt.

ARZT DEPESCHE Dermatologie

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Sterbebegleituung

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil zur Sterbebegleitung
getroffen:

Ein Arzt ist nicht dazu Verpflichtet, Patienten nach einem Suizidversuch
das Leben zu retten. Zumindest, wenn die Entscheidung zum Sterben freiwillig
und bewusst getroffen wurde. Der BGH verhandelte zwei Fälle, bei denen
Mediziner aus Berlin und Hamburg körperlich kranke Menschen nach der Einnahme
tödlicher Medikamente bis zum Tod begleitet hatten, ohne ihnen das Leben zu
retten.

„Der Privatarzt
Dermatologie“

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HIV-Infektionen

1,7 Millionen Menschen haben sich im Jahr 2018 weltweit mit
dem HI-Virus infiziert, teilt das HIV/AIDS-Programm der Vereinten Nationen
UNAIDS mit. Das entspreche einem Rückgang um 16% im Vergleich mit dem Jahr
2010. Insgesamt lebten 2018 nach UNAIDS-Schätzungen 37,9 Millionen Menschen
weltweit mit dem Virus.

„Der Privatarzt
Dermatologie“

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15 kg

15 kg wiegt unsere Haut durchschnittlich. Das entspricht rund 20% des Körpergewichts. Alle 28 Tage erneuert die sich bis zu 2 qm große Fläche. Die abgestorbenen Hautschüppchen begegnen uns in Form von Hausstaub wieder – er besteht zu 80% aus Hautschuppen.

„Mabelle 04/19“

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Altersschwäche

Ab 30 baut der Körper jedes Jahr 1% Muskelmasse ab. Dadurch
wird langfristig auch der Stoffwechsel verlangsamt, man hat weniger Hunger,
isst weniger – und die Muskeln schwinden weiter. Ein Teufelskreis, den Kraft-
und Ausdauersport durchbrechen können.

„Mabelle 04/19“

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Teenage Beauty-Bag

Jugendlichen ist ihr Aussehen enorm wichtig. Laut einer Studie des Industrieverbands Körperpflege und Waschmittel nutzen 96% der 14 – 21-jährigen täglich Zahnpasta, 83% täglich Deo, jeder Zweite Parfüm. Durch das Schaffen eines attraktiven Äußeren versuchen Teenager, Kontrolle zu erhalten und sich sicher zu fühlen (85% der Befragten) und nicht unangenehm aufzufallen (64% der Befragten). Besonders störend finden Teenager fettige Haare, Schweißgeruch, Pickel und brüchige Nägel.

„Mabelle 04/19“

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Selten, aber möglich: Reaktionen auf Mücken, Bremsen oder Ameisen

In Einzelfällen kann es als Folge von Stechmücken- und
Bremsenstichen zu Urtikaria und Angioödemen kommen. Einige in Amerika,
Australien, Südostasien und im Mittleren Osten beheimatete Ameisenarten können
allergische Reaktionen vom Soforttyp hervorrufen. In Europa sind solche Arten
gegenwärtig jedoch nicht anzutreffen.

„MSD – Dermagazin“

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